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Hagen Seifert - Politisch

Ich stand in meinem bisherigen Leben zweimal vor der Entscheidung, ob ich einen Zustand hinnehmen oder ihn verbessern will. Das erste Mal entschied ich mich für die Verbesserung und ließ mich als Beisitzer-Kandidat im DRK Kreisverband Ludwigsburg aufstellen. Ich konnte viele Mitglieder überzeugen und wurde auf Anhieb in den Kreisvorstand gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits einige Jahre aktives Mitglied im DRK. Die zweite Entscheidung musste ich im Jahre 2009 fällen. Die große Koalition war gescheitert und die CDU zeigte eine neue Klasse im Kampf um eine politische Abgrenzung zu den anderen Parteien, und das auf Kosten der bürgerlichen Freiheit und zu Lasten der Allgemeinheit. Diesmal fiel mir die Entscheidung leichter.

Unsere Regierungen in Bund und Land sind soweit von meinem Idealbild entfernt, dass ich nicht mehr tatenlos zusehen kann. Viele Probleme in Deutschland lassen sich in meinen Augen mit einem wissenschaftlichen Blick auf die Fakten recht einfach lösen. Dazu müssten wir allerdings bereit sein, uns beispielsweise aus den Fängen der Lobbyisten zu lösen. Bei anderen Problemstellungen helfen uns eher moderne Lösungsansatz und mutige Ideen. Für beides stehe ich und mit mir die PIRATEN. 

Baden-Württemberg ist in vielen Bereichen eines der fortschrittlichsten Bundesländer in Deutschland. Diese Tatsache hat uns über Jahrzehnte einen großen Handlungsspielraum gegenüber dem Bund und den anderen Bundesländern eingeräumt. Für den Erhalt dieses Wachstumsmotors müssen wir unser Bildungsniveau wieder deutlich über den Bundes- und am besten den Europaschnitt heben. Die innovativen Vorschläge der Piratenpartei werden uns diesen Spielraum für viele weitere Jahre sichern.

Neben der Bildung gibt es für mich persönlich zwei weitere wichtige Themen. Beide finden sich nicht in Wahlprogrammen und lassen sich auch nicht mit einem Gesetz oder ähnlichem erreichen. In meinen Augen fehlen uns vor allem ehrliche Politiker. Die Berufspolitiker müssen wieder zu Bürgern werden, die Bürger vertreten. Die Politik muss uns Bürgern gegenüber wieder ehrlich werden und übertriebene und hole Wahlkampfversprechen müssen der Vergangenheit angehören. Wenn wir dann noch das Verständnis der Beziehung zwischen Bürger und Staat dem demokratischen System anpassen und erkennen, dass Regierungen keine Firmenchefs oder Vorgesetzte sind, sind wir gerüstet für die kommenden Jahre und können den Generationen nach uns ein stabiles und demokratisches Bundesland hinterlassen.

 

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