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Bezirksparteitag 2010 in Stuttgart PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Lambeck   
Samstag, den 25. September 2010 um 18:23 Uhr

Am 25. September 2010 fand in Stuttgart der Parteitag des Bezirksverbandes Stuttgart der Piratenpartei Deutschland statt. Die Veranstaltung begann um 11:00 Uhr mit 42 stimmberechtigten Teilnehmern. Der vor 6 Tagen neu gegründete Kreisverband Ludwigsburg war mit 5 Mitgliedern vertreten.

BzV_Stuttgart_BP2010In ihren Tätigkeitsberichten legten die Mitglieder des bisherigen Vorstands dar, was sie in den letzten etwa 12 Monaten erreicht haben. Als eine der wichtigsten Aufgaben der letzten Zeit sind die Aufstellungsversammlungen für die Landtagswahl 2011 zu nennen. Hier hatte insbesondere die bisherige Generalsekretärin des Bezirksverbands Stuttgart Julia Rott, die vor wenigen Tagen zur Vorsitzenden des Kreisverbands Ludwigsburg gewählt wurde, durch ihre Bemühungen dazu beigetragen, dass der Bezirksverband Stuttgart als erster in Baden-Württemberg Kandidaten in allen Wahlkreisen aufgestellt hat. Nach den Tätigkeitsberichten wurde der bisherige Bezirksvorstand ohne Gegenstimmen entlastet. Anschließend wurden die zwei Satzungsänderungsanträge abgearbeitet.

 

Der wichtigste Punkt der Tagesordnung war die Wahl des neuen Vorstands. Kai Groshert aus Wernau am Neckar (der bisherige stellvertretende Vorsitzende) wurde als neuer Vorsitzender des Bezirksverbands gewählt. Neuer stellv. Vorsitzender wurde der Stuttgarter Sören-Frederic M. Fischer. Den Posten des Bezirksschatzmeisters übernimmt Lars Haise aus Winterbach. Generalsekretär des Bezirksverbands wurde Timo Czerwonka aus Lauterstein.

Bis hierhin waren die Wahlen unaufgeregt, da bis auf die Wahl zum stellv. Vorsitzenden jeweils nur ein Kandidat angetreten ist.

Eine Überraschung hingegen war die Wahl des Politischen Geschäftsführers. Kurzfristig wurde Thomas F. Wilk vorgeschlagen. Er nahm den Vorschlag nach einigen Minuten Bedenkzeit an und stellte sich ebenfalls zur Wahl. In der Fragerunde konnte er die Versammlung auf Anhieb von sich überzeugen und wurde mit deutlicher Mehrheit gewählt.

Zum Abschluss erarbeiteten wir eine Resolution für einen Baustopp bei S21, um unsere Position zu diesem Thema auch auf offiziellem Weg erneut zu verdeutlichen.

 

Resolution des Parteitages des Bezirksverbandes Stuttgart der Piratenpartei Deutschland zu Stuttgart 21

Wir begrüßen, dass so viele Menschen ihre demokratischen Grundrechte wahrnehmen, um friedlich ihre Meinung zu Stuttgart 21 kund zu tun. Die Regierungen und Parlamente haben es in der Vergangenheit wiederholt versäumt, die Bevölkerung in wichtige Entscheidungen angemessen mit einzubeziehen. Informationen wie Kosten und Risiken öffentlicher Projekte dürfen nicht unter Verschluss gehalten werden. Wenn sich wichtige Entscheidungsgrundlagen öffentlicher Großprojekte ändern, müssen auch bereits beschlossene Projekte erneut überprüft werden!


Die großen Parteien versuchen, die kommende Landtagswahl zu einer Richtungswahl über Stuttgart 21 zu instrumentalisieren. Dabei vergessen sie aber häufig ihre Beteiligung am bisherigen Vorgehen beim Projekt S21, zumindest aber die stille Duldung. Die Piratenpartei hat den Vorteil, eine noch sehr junge Partei zu sein. Damit ist sie die einzige Partei, die die Forderungen nach Transparenz, Beteiligung der Bürger und dem Ende der Hinterzimmerpolitik ehrlich vertreten kann.
Volksentscheide sind ein wichtiges demokratisches Mittel, die Bevölkerung aktiv an der politischen Entscheidungsfindung zu beteiligen. Wir fordern eine deutliche Senkung der Hürden, die Volksentscheide in Baden-Württemberg praktisch unmöglich gemacht haben.
Für ein Volksbegehren in Baden-Württemberg müssen bisher in 14 Tagen über eine Million Unterschriften (16,7% der Wahlberechtigten) gesammelt werden. Zum Unterschreiben müssen sich die Bürger auch noch in Amtsräumen einfinden. Unter diesen Bedingungen verwundert es nicht, dass es hier noch kein einziges erfolgreiches Volksbegehren gab.


Die Situation bei S21 ist ein aktuelles Beispiel dafür, dass die Bürger bei einem Projekt, das sie so direkt betrifft, von vorneherein gleichberechtigt beteiligt werden müssen. Die Piraten des Bezirksparteitages fordern daher einen sofortigen Baustopp, um seitens der S21-Befürworter überhaupt eine ernsthafte Bereitschaft für Gespräche zu signalisieren.


Wir werden uns weiterhin an den Demonstrationen beteiligen, unsere Forderungen vertreten und möchten die Menschen ermutigen, ihre Meinung, auch auf der Straße, zu vertreten.


Klarmachen zum Ändern!

 

Die Resolution gibt es auch als PDF zum Runterladen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 12. Oktober 2010 um 23:16 Uhr
 

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