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Kandidatur zur Bundestagswahl 2013
Geschrieben von: Thomas Lambeck   
Montag, den 09. September 2013 um 22:18 Uhr

thomas_lambeck_btw2013_200x300Liebe Leserin, lieber Leser,

ich bin 40 Jahre alt und lebe seit 13 Jahren in Vaihingen an der Enz. Als studierter Maschinenbautechniker arbeite ich bei der Schobertechnologies GmbH in Eberdingen/Hochdorf. Im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung engagierte ich mich mehrere Jahre für den Schutz unserer Grundrechte. Seit meinem Eintritt in die Piratenpartei 2009 bin ich dort u.a. als stellvertretender Vorsitzender bzw. Vorsitzender des Kreisverbandes Ludwigsburg tätig.

Als Kind und Jugendlicher habe ich in meiner alten Heimat erlebt, dass schon ein politischer Witz, den ich unbekümmert erzählte, andere Menschen erschrecken konnte, weil sie fürchteten, es könnten die falschen Leute erfahren. Deshalb waren die Diskussionen der letzten Jahre um neue Überwachungsgesetze für mich der Auslöser, mich politisch zu engagieren.

Einer der wichtigsten Gründe für mein politisches Engagement ist also der Schutz unserer Grundrechte. So kam ich im Jahr 2006 zum Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Auf dessen Bundeskongress im Jahr 2008 war ich an der Ausarbeitung unserer "Kasseler Vision" beteiligt, die von allen Anwesenden unterzeichnet wurde. Ich stehe absolut hinter der Aussage dieser Vision:

"Die Souveränität des Menschen über seine Daten ist Voraussetzung für die Wahrnehmung seiner Freiheit. Unsere Vision ist eine Kultur, in der die Privatsphäre wieder als eines der wertvollsten Güter angesehen wird. Der Schutz persönlicher Daten ist in unserer modernen Welt unverzichtbar für die Integrität und Eigenständigkeit der Persönlichkeit eines jeden Menschen. Deshalb ist für uns der Schutz persönlicher Daten ebenso wichtig wie der Schutz der körperlichen Unversehrtheit."

Der Schutz persönlicher Daten ist vor allem wichtig wegen der latenten Gefahr der nachträglichen Überwachung.

Ein weiteres wichtiges Thema ist Transparenz und mehr Mitbestimmung in der Politik. Meiner Meinung nach ist es für eine Demokratie immens wichtig, dass die Menschen darauf achten, was genau Parteien und gewählte Volksvertreter tun. Viele Menschen haben aber bereits resigniert und beschäftigen sich nicht mehr mit politischen Themen, weil sie über Jahr(zehnt)e das Gefühl hatten, nicht den geringsten Einfluss zu haben. Genau das müssen wir wieder ändern.

Außerdem ist freier Zugang zu Wissen und Bildung wichtig. Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der sich nur die sogenannten "Eliten" leisten können, ihren Kindern eine gute Bildung zuteil werden zu lassen.

Ein weiteres wichtiges Thema für mich ist die Beseitigung von Mindestlöhnen, weil gesellschaftliche Teilhabe kaum möglich ist, wenn Menschen sich täglich mit finanziellen Sorgen herumschlagen müssen.

Ein aktuelles Thema ist etwa Lebensmittelkennzeichnung. Ein typisches Beispiel für fehlende Transparenz. Über hundert Gütesiegel, die allein im Lebensmittelbereich vergeben werden, sprechen eine deutliche Sprache.

Persönliches:

Geboren wurde ich am 23. Dezember 1972 in Pritzwalk (Brandenburg). Von 1979 bis 1989 besuchte ich die Polytechnische Oberschule in meiner Heimatstadt.

1989 ging ich für mein Studium zum Staatlich geprüften Techniker für Maschinenbau, Fachrichtung Fertigungstechnologie nach Magdeburg. Dort erlebte ich auch die Zeit der Wende. Für die Anerkennung meines Studiums wurde es notwendig, im Anschluss ein 1-jähriges Praktikum zu absolvieren. Dieses schloss sich von 1992 bis 1993 in der Nähe von Stade an. Dort habe ich ein Gefühl für das bekommen, was viele heutige Studierende im Anschluss an ihr Studium erleben: Arbeiten als unbezahlter Praktikant.

Da mich meine Eltern finanziell unterstützten, musste ich mich nicht mit einem Nebenjob über Wasser halten und konnte parallel zum Praktikum die Fachhochschulreife erreichen. Im Anschluss daran, leistete ich von Oktober 1993 bis September 1994 meinen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr.

Da sich nach der Wiedervereinigung die wirtschaftliche Situation in meiner Heimatstadt anders als geplant entwickelte, arbeitete ich nach dem Studium nicht im Bereich Maschinenbau sondern in anderen Bereichen unter anderem als Servicetechniker für Kopiergeräte - zum Teil im Außendienst.

Parallel dazu begann ich damit, mich mit der PC-Technik (und dem Internet) zu beschäftigen, welche sich allmählich von ihrem Nischendasein für Außenseiter hin zu einem ganz normalen Bestandteil jedes Haushalts entwickelten.

Im Sommer 2000 landete ich kurzentschlossen und auch gänzlich ungeplant hier in Vaihingen an der Enz. Die Vorhersagen, ich würde von den komischen Leuten im Schwabenlande sicher bald die Nase voll haben, bewahrheiteten sich nicht. Ganz im Gegenteil. Ich wurde von Nachbarn, Vereinskameraden und Kollegen freundlich aufgenommen und habe mich innerhalb von Tagen wohlgefühlt. Ich arbeite seitdem in einer mittelständischen Firma und erstelle dort technische Dokumentationen.

 
Menschenkette gegen Rechts
Geschrieben von: Thomas Lambeck   
Donnerstag, den 20. Juni 2013 um 19:33 Uhr

menschenkette_webbanner_300-250-1 In zwei Wochen ist es so weit. Am Samstag, den 6.7.2013 wird ein breites Bündnis verschiedenster Vereine, Gewerkschaften, kirchlichen Organisationen und Parteien eine Menschenkette gegen Rechts von Heilbronn bis Bietigheim-Bissingen bilden.

Die Auftaktveranstaltung findet ab 10:30 Uhr vor der Zentralen Stelle in Ludwigsburg statt. Nähere Informationen gibt es auf der Webseite der Initiative.

Im Anschluss ist das Publikum herzlich eingeladen, sich an der Menschenkette selbst zu beteiligen. Verschiedene Orte auf dem Weg der Menschenkette sind gut mit demVVS zu erreichen. Wir Piraten vom Kreisverband Ludwigsburg rufen alle auf, sich an der Menschenkette zu beteiligen und ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

 
Demo gegen die geplante Bestandsdatenauskunft
Geschrieben von: Thomas Lambeck   
Dienstag, den 16. April 2013 um 08:13 Uhr

Am vergangenen Sonntag, den 14. April, fand zwischen 14 und etwa 15 Uhr in Stuttgart unsere Demo gegen die geplante Bestandsdatenauskunft statt.

Mit der Bestandsdatenauskunft ist wieder einmal ein Überwachungsgesetz beschlossen worden, welches extrem stark in unsere Grundrechte eingreifen wird. Es geht dabei unter anderem um den Zugriff auf unsere privaten Passwörter für Onlinedienste wie zum Beispiel E-Mail oder etwa die Kennwörter (PIN/PUK) unserer Mobilfunkgeräte. All dies offenbar schon bei geringsten Vergehen, sprich Ordnungswidrigkeiten.

Wie so oft wird auch jetzt wieder argumentiert, Missbrauch dieses Gesetzes würde z.B. durch Richtervorbehalt vermieden werden. Solche Hürden haben aber bestenfalls eine Alibi-Funktion. Ich verweise hier mal auf einen Blogpost, der Beispiele dafür aufzeigt, warum die Barrieren in solchen Überwachungsgesetzen nicht funktionieren.

Bei der Bestandsdatenauskunft handelt es sich also um eines der wichtigeren Themen. Leider ist dies in der Öffentlichkeit bisher praktisch gar nicht präsent. Ich sprach während der Demo viele Passanten an. Aber praktisch niemand konnte mit dem Begriff etwas anfangen. Und auch die Demo selbst fiel mit schätzungsweise 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (größtenteils Piraten) sehr klein aus.

So fühlte ich mich denn auch in die Anfangszeiten des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung zurückversetzt, als wir in kleinen Grüppchen gegen die Vorratsdatenspeicherung demonstrierten und Unterschriften für unsere damalige Verfassungsbeschwerde sammelten.

Wir haben also noch viel Arbeit vor uns. Vor allem werden wir erst einmal wieder daran arbeiten müssen, Menschen zu erläutern, warum unsere Kernthemen nach wie vor sehr wichtig sind. Auch wenn wir vielleicht von der Mehrheit der Menschen im Land für die kommende Bundestagswahl bereits abgeschrieben werden.

Am Samstag, den 27. April, findet in Stuttgart die zweite Demo gegen die BDA statt.

 
PiratinnenKon 2013
Geschrieben von: Thomas Lambeck   
Samstag, den 06. April 2013 um 18:44 Uhr

Am vergangenen Wochenende, den 6. und 7. April 2013 fand in Berlin die PiratinnenKon statt. Organisiert wurde diese Veranstaltung, um unsere Haltungen zum Genderthema und vor allem auch persönliche Erfahrungen damit auszutauschen.

Knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich dazu in Berlin ein. Auch aus Baden-Württemberg nahmen etwa ein Dutzend Piraten teil. Diese Veranstaltung war bereits im Vorfeld als sehr feministisch geprägt in den verschiedensten Blogs und anderen Medien präsent. Trotzdem waren deutlich mehr Männer vor Ort als ich erwartet hatte.

Wir nutzten bei dieser Veranstaltung keine Vorträge. Stattdessen führten wir mehrere Runden mit jeweils speziellen Kommunikationstechniken durch. Dies waren etwa World-Café, Storytelling und Fishbowl.

Insbesondere das etwa zwei Stunden dauernde World-Café war sehr ergiebig. Dabei wechselten alle im Rhythmus von 15 Minuten zu irgendeinem anderen Tisch. Die entstehenden Gruppen bestanden dann aus etwa fünf bis sieben Personen. An jedem Tisch wurde eine andere Frage bearbeitet. Durch die ständig neu entstehenden Gruppen wurden an jedem Tisch viele verschiedene Gedankengänge und Ideen erarbeitet. Die während der gesamten Prozedur für die einzelnen Tische zuständigen Personen trugen anschließend eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse vor.

Ich selbst fuhr mit sehr skeptischen Erwartungen zur Veranstaltung. Diese wurde vor allem von den im Vorfeld teils sehr heftigen Auseinandersetzungen hervorgerufen. Aber bereits nach der ersten Runde World-Café war ich sehr positiv überrascht von der konstruktiven Atmosphäre auf der Veranstaltung.

Diese Veranstaltung wird für sich allein natürlich keine Probleme in der (unserer) Genderdebatte lösen. Dafür sind die Positionen und Meinungen viel zu kontrovers. Dies könnt ihr selbst nachvollziehen. Unter dem Hashtag #piratinnenkon findet ihr bei Twitter jede Menge Vorwürfe und zum Teil unsinnige Unterstellungen. Viele Vorwürfe kamen dabei von Leuten, die selbst gar nicht vor Ort waren.

Für mich bestätigte sich wieder einmal eine meiner Überzeugungen: ein Treffen mit Menschen anderer Meinung vor Ort bringt viel mehr Klarheit und bessere Ergebnisse als wochenlange unpersönliche Diskussionen per E-Mail oder in sozialen Netzwerken. Dies vor allem, weil es beim Thema Diskriminierung oft um sehr persönliche Erlebnisse geht. Diese persönlichen Erlebnisse möchte kaum jemand in der Öffentlichkeit ausbreiten. Häufiges Gesprächsthema war deshalb auch, dass wir die häufig sehr speziellen Probleme Einzelner ernst nehmen müssen. Verbale Angriffe auf Menschen ("Shit-Storms"), die wegen persönlicher Erlebnisse einem Vorschlag nicht zustimmen, müssen möglichst verhindert werden. Wir alle sind gefordert, Menschen beizustehen, die Opfer solcher Attacken werden. Aber auch die andere Seite sollten wir nicht vergessen. Denn es gehört auch viel Mut dazu, öffentlich um Verzeihung zu bitten. Dies muss von uns ebenfalls honoriert werden.

Von mehreren Seiten wurde auch bestätigt, dass dies im kleinen Rahmen, etwa Stammtisch oder Kreisverband, sehr gut funktioniert. Erst im größeren Rahmen, wie z.B. auf Bundesparteitagen, funktioniert es dann plötzlich nicht mehr. Viele Anwesende waren sich deshalb einig darin, dass solche Veränderungen nicht von oben herab funktionieren werden. Ein Parteitagsbeschluss wird es also nicht bewirken können. Wir alle sind gefordert, diese Kultur "von unten" durchzusetzen.

 
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